Opensubtitles.org & Subdownloader

Wir alle gucken gerne Serien & Filme auf Englisch. Allerdings ist es manchmal ziemlich schwer, schnellen Redeflüssen mit furchtbaren Akzenten zu folgen, oder unbekannte Wörter nach Gehör nachzuschlagen. Deshalb wurden Untertitel erfunden.
Allerdings kommen viele Serien und Filme ohne Untertitel daher. Woher bekommt man also welche?

Die Lösung lautet: Opensubtitles.org
Auf der Webseite kann man Untertitel in verschiedenen Sprachen suchen & herunterladen, oder auch selbst erstellte Untertitel hochladen.

Jetzt ist es etwas mühselig, für jedes Video den passenden Untertitel zu finden. Schließlich muss nicht nur der richtige Film gefunden werden, sondern der Untertitel muss auch synchron zum Video sein.
Diese Arbeit nimmt einem eine ganze Liste von Programmen ab.

Ich persönlich benutze dafür Subdownloader. Für Windowsuser ist das Programm zwar eigentlich kostenpflichtig, allerdings ist der Quellcode frei verfügbar und ein paar freundliche Leute haben daraus eine freie Version für Windows gebastelt.

Also viel Spaß beim entspannten Gucken.
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Videodateien zusammenführen

Oft hat man mehrere Videodateien, die eigentlich zusammengehören oder auch verschiedene Spuren eines Videos (z.B. seperate Untertiteldateien), die man gerne zusammenführen möchte.

Dazu gibt es verschiedene Tools. Je nachdem, welches Containerformat man gerne hätte, kann man zwischen avimergemkvmerge aus MKVToolnix oder MP4Box aus dem Projekt GPAC wählen.


avimerge
kann nur Videodateien aneinanderhängen oder Audiodateien als neue Tonspur zu einem bestehenden Video hinzufügen.

Der Befehl

avimerge -o big.avi -i my_file1.avi my_file2.avi

vereint die beiden Dateien my_file1.avi und my_file2.avi zu einer großen big.avi.

mkvmerge ist da schon mächtiger. Das liegt zu einem großen Teil sicher auch daran, dass der moderne Matroska (MKV) Container wesentlich mehr kann, als der alte AVI Container. Man kann Videos zusammenführen, Tonspuren hinzufügen, Untertitel hinzufügen, beliebige Attribute ändern und sogar mehrere Videospuren in eine Datei packen.

Dank der schönen GUI namens mmg ist das auch für Anfänger ziemlich einfach.

MP4Box hat einen ähnlichen Umfang wie mkvmerge. Es erzeugt nur MP4 statt Matroska. Allerdings hat es leider keine GUI.

Der Befehl

MP4Box -cat video1.avi -cat video2.avi -new big.mp4

führt video1.avi und video2.avi zu einer großen Datei big.mp4 zusammen.

Und zum Schluß noch ein Tip für Menschen, die unbedingt mpeg1 oder mpeg2 Containern brauchen: mpeg-Dateien kann man mit mencoder zusammenführen:

mencoder -ovc copy -oac copy -of mpeg Datei1.mpeg Datei2.mpeg -o Datei1und2.mpeg

CDs rippen in Ubuntu

Ich habe neulich versucht, ein Programm zu finden, mit dem ich in Ubuntu* bequem CDs ins AAC/M4A Format rippen kann. Das hat sich als problematischer herausgestellt, als man zunächst vermuten könnte.

Während es relativ einfach ist, MP3s oder OGGs zu erstellen, bieten viele Programme erst gar keinen AAC Support.

Mit Grip hat das immer prima geklappt, aber das wird seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt und ist auch nicht mehr in den offiziellen Paketquellen zu finden.

Hier mal ein kleiner Überblick über einige der Programme, die ich ausprobiert habe und was sie falsch machen:

  • abcde: Keine GUI.
  • asunder: Benötigt das propietäre neroAAC und schreibt keine Tags.
  • goobox: Kein AAC.
  • Sound Juicer: Wie alle Gstreamer-Ripper: kein Artist-Tag.
  • Rhythmbox: s. Sound Juicer.
  • xcfa: Leerzeichen werden in Dateinamen durch Unterstriche ersetzt. Kann man nicht abschalten.
  • ripperX: Kein AAC.
  • Audex: Versucht faac scheinbar mit falschem Parameter zu benutzen. Bricht mit nichtssagender Fehlermeldung ab.
  • K3b: Kein AAC.
  • Soundkonverter: Keine Tags.
  • audiocd:// in KDE: Kein AAC.

(Näheres zu den Programmen gibt es im Ubuntuusers Wiki.)

Ich habe mich schließlich für das in meinen Augen kleinste Übel entschieden und benutze jetzt abcde in der Kommandozeile. Und ich muss sagen, er ist wirklich was er verspricht: A Better CD Encoder. Wenn man die Config erstmal hat, klappt alles wie am Schnürchen. Eigentlich ist er sehr ähnlich zu Grip. Nur halt ohne GUI.

Meine ~/.abcde.conf ist:

OUTPUTTYPE="m4a"
OUTPUTDIR="$HOME/Musik/neu/"
OUTPUTFORMAT='${ARTISTFILE}/${ALBUMFILE}/${TRACKNUM} ${TRACKFILE}'
VAOUTPUTFORMAT='${ALBUMFILE}/${TRACKNUM} ${ARTISTFILE} ${TRACKFILE}'
ATOMICPARSLEY=AtomicParsley
# The default actions that abcde will take.
ACTIONS=cddb,read,encode,move,clean
# Track padding: force abcde to pad tracks using 0, so every song uses a two
# digit entry. If set to "y", even a single song encoding outputs a file like
# 01.my_song.ext
PADTRACKS=y
XPROCS=4 # Run a few encoders simultaneously
EXTRAVERBOSE=y   # Useful for debugging
# Custom filename munging:
# By default, abcde will do the following to CDDB data to get a useful
# filename:
# * Translate colons to a space and a dash for Windows compatibility
# * Eat control characters, single quotes, and question marks
# * Translate spaces and forward slashes to underscores
# To change that, redefine the mungefilename function.
# mungefilename recieves the CDDB data (artist, track, title, whatever)
# as $1 and outputs it on stdout.
mungefilename ()
{
echo "$@" | sed s,:,-,g | tr / _ | tr -d \'\"\?\[:cntrl:\]
}

Jetzt muss ich nur noch die CD ins Laufwerk legen und abcde eingeben und kurze Zeit später habe ich richtig benannte und getagte .m4a Dateien.

Ich hoffe, ich erspare mit diesem Artikel jemandem die selbe Suche.

*Wenn ich Ubuntu schreibe meine ich auch Kubuntu und Xubuntu… halt alle Distributionen, die die selben Paketquellen verwenden.